Doku: Kohle oder Klima – Angst um die Zukunft

Kohle oder Klima – Angst um die Zukunft

die story | 28.11.2018 | 44:09 Min. | Von Jörg Laaks, Tanja Reinhard

https://www1.wdr.de/fernsehen/die-story/sendungen/kohle-oder-klima-100.html

Der Konflikt um den Hambacher Forst ist längst über die einfache Konfrontation zwischen Braunkohlelobbyisten und Klimaschützern hinausgewachsen. Bei den Auseinandersetzungen um dieses letzte Stück jahrhundertalten Waldes am Rande einer gigantischen Braunkohlegrube stehen sich die Welt von morgen und die Welt von gestern gegenüber: Wie wollen wir leben? Wie gestalten wir unsere Zukunft? Wie gelingt es, ökonomisch, ökologisch und politisch die richtigen Weichen zu stellen? Ist, was legal ist, jederzeit auch legitim? Ist ein Kompromiss zwischen Klimaschützern und Kohlekumpels überhaupt in Sicht? Diesen Fragen sind die Story-Autoren nachgegangen und haben Aktivisten und Braunkohlebefürworter begleitet und Politiker und Berater befragt. Nachdem das Oberverwaltungsgericht Münster eine Rodung des Hambacher Forstes vorläufig gestoppt hat, sehen die Umweltaktivisten jetzt den historischen Moment für eine „grüne Demokratie“ kommen – inklusive Energiewende, radikaler bürgerlicher Mitbestimmung und einer neuen Vision zur „Rettung des Planeten und der Menschheit“. Die Story schaut hinter die Kulissen der gut organisierten Arbeit der Klimaschützer: Sie sind weltweit vernetzt, extrem flexibel und hochprofessionell und kommen ohne starre Strukturen aus. Zu sehen ist das in ihrem Camp – mit Kochzelt für mehrere hundert Leute, mit Zelt für PR-Arbeit und mit selbst schnell aufgebauten Solarpanels für den Strom. Doch auch die RWE-Mitarbeiter mobilisieren sich und demonstrieren für ihre Arbeitsplätze. Mit „Hambi muss weg“ und „Make RWE great again“ protestieren sie gegen einen schnellen Ausstieg aus der Braunkohle und machen auf ihre Sorgen aufmerksam. Die Story-Autoren begleiten RWE-Mitarbeiter, die um ihre Zukunft bangen, sich auf geschlossene Verträge verlassen haben und in der Öffentlichkeit damit auf Unverständnis stoßen. Claudia Kemfert, Leiterin des Energie- und Klimabereichs am deutschen Institut für Wirtschaftsforschung fordert mit Blick auf dem Klimawandel, schleunigst die Ärmel hochzukrempeln und etwas zu tun, statt zu lamentieren. Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts Hans-Jürgen Papier warnt angesichts des schärfer werdenden Konfliktes davor, geltendes Recht durch persönliche Moralvorstellungen ersetzen zu wollen. Zwischen Klimaschützern und Braunkohlelobbyisten steht die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission, die nun entscheiden soll, wann der Ausstieg aus der Kohle sinnvoll und realistisch ist. Ein schwieriger Job: Beeinflussen die zahlreiche Demonstrationen für den Erhalt des Hambacher Forstes diese Entscheidung? Macht der Protest der RWE-Kumpel Eindruck auf die Kommission? Und: Wird sich die Politik an die Empfehlung halten können? Denn aus dem Kampf um den Hambacher Forst ist längst einen Ringen um den richtigen Weg in die Zukunft geworden.

Genial: Politische Aufklärung in der „Anstalt“

Ein Muss für alle politisch Interessierten, die Sendung ist ein echter Hingucker!

Comedy | Die Anstalt – Die Anstalt vom 20. November 2018

Wortgewandt, unkonventionell und mit viel satirischer Schärfe: Max Uthoff und Claus von Wagner klären über die Themen auf, die die Nation bewegen. Live aus der „Anstalt“.

Beitragslänge: 49 min

Datum: 20.11.2018

https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-20-november-2018-100.html

Doku-Tipp: Arm trotz Arbeit – Warum viele Frauen so wenig verdienen

Arm trotz Arbeit – Warum viele Frauen so wenig verdienen

15.11.2018 | 44 Min. | UT | Verfügbar bis 15.11.2019 | Quelle: WDR

„Manchmal stehe ich am Monatsende vor dem Kühlschrank und denke, hoffentlich gibt es bald Geld. Ich muss dringend was einkaufen!“ Das sagt Susanne. Sie arbeitet hart: An fünf Tagen die Woche reinigt sie Krankenhausbetten. Bis zu 23 Betten muss sie in einer Schicht schaffen. „Ich denk‘ mir immer, man muss so arbeiten, als würde man selber in so einem Bett liegen“, motiviert sich die 48-Jährige aus Bochum.

https://www.ardmediathek.de/tv/Menschen-hautnah/Arm-trotz-Arbeit-Warum-viele-Frauen-so/WDR-Fernsehen/Video?bcastId=7535538&documentId=57746644

Doku: Bayerische Abschiebepraxis – Das Ende der Willkommenskultur?

Wie gerecht ist die aktuelle Abschiebepraxis? Flüchtlingshelfer, die sich ehrenamtlich engagieren, kommen ebenso zu Wort wie Polizisten und Entscheider. Was macht die Flüchtlingspolitik mit ihnen? Wie argumentieren Politiker, Kritiker und Befürworter in der aktuellen Asyldiskussion?

https://www.ardmediathek.de/tv/DokThema/Bayerische-Abschiebepraxis-Das-Ende-de/BR-Fernsehen/Video?bcastId=40552236&documentId=57662330

Die linke Populistin – Sahra Wagenknecht

Sie hat eine Allergie gegen offene Grenzen, die haben alle Parteien. Offene Grenzen für alle kann nur fordern, wer die Staaten auflösen möchte. Radikal linke Kräfte möchten dies sofort tun. Doch was würde dies bedeuten?

Wagenknecht meint: „Ein grenzenloser Kapitalismus ist ein sozial ungebändigter Kapitalismus. Denn es gibt keine globale Instanz, die ihn bändigen könnte. Das können nur die Staaten. Ich wünsche mir natürlich eine Welt, in der es keine globale Ausbeutung gibt und in der die Wohlstandsniveaus sich irgendwann einmal annähern. In einer solchen Welt könnten die Grenzen dann auch so durchlässig sein wie heute die zwischen Frankreich und Deutschland.“

Haben wir im politisch linken Spektrum die Zeit uns weiter zu spalten? Warum nicht im hier und jetzt gegen den neoliberalen Rechtsruck kämpfen?

Auch wenn die Personalie Wagenknecht manche abschreckt, wir haben keine Zeit zu glauben und zu hoffen, wir müssen handeln. Was auch immer aus der Linken und Aufstehen wird, Sahra Wagenknecht schafft es mit einer gnadenlosen Kapitalismuskritik Menschen zu begeistern:

https://www.youtube.com/watch?v=56cuIKreFug&feature=youtu.be

Filmtipp: Der die Zeichen liest

Was passiert, wenn ein Mensch die Bibel ernst nimmt? Seht selbst!

Eine dunkle Satire auf das Christentum und den Glauben.

Sehr empfohlen für Gläubige und Nichtgläubige!

https://www.arte.tv/de/videos/075742-000-A/der-die-zeichen-liest/

Der die Zeichen liest

112 Min.

Verfügbar von 07/11/2018 bis 06/12/2018

Eines Tages weigert Benjamin sich, am Schwimmunterricht teilzunehmen – der Anblick seiner knapp bekleideten Mitschülerinnen verletze seine religiösen Gefühle. Fasziniert, eingeschüchtert oder ehrfurchtsvoll haben Schüler und Lehrer dem eloquenten, fanatischen Glaubensboten nichts entgegenzusetzen … – Film (2016) nach dem Theaterstück „Märtyrer“, Regie: Kirill Serebrennikov

Benjamin ist Schüler an einer aufgeklärten, staatlichen Schule. Eines Tages weigert er sich, am Schwimmunterricht teilzunehmen, und zwar nicht, wie seine Mutter vermutet, aus pubertärer Scheu gegenüber seinen knapp bekleideten Mitschülerinnen, sondern weil der Anblick seine religiösen Gefühle verletzt. Benjamin ist zum Christentum konvertiert. Was zunächst wie die Marotte eines Jugendlichen erscheint, entwickelt sich zum religiösen Kreuzzug. Mit der Bibel als seinem alleinigen Leitfaden zieht Benjamin gegen Homosexualität, geschiedene Frauen und die Evolutionstheorie zu Felde. So heftig und eloquent ist Benjamins Protest gegen die aufgeklärte Haltung der Schule, dass die Lehrerschaft bald ins Wanken gerät. Die Mädchen müssen in Badeanzügen schwimmen, und das Kondom wird aus dem Biologie-Unterricht verbannt. Für Benjamin reicht das allerdings noch lange nicht: Ein wahrer Jünger Jesu lässt seine Feinde nicht ungeschoren davonkommen. „Der die Zeichen liest“ ist eine Warnung vor messianischen Propheten. Die ernüchternde Botschaft des Films zielt aber nicht nur auf religiösen Fundamentalismus ab. Es geht genereller um Fanatismus, und wie er freiheitlich-liberale Systeme untergraben kann. Und es geht um die Frage, was Schule als Hort der Erziehung und Bildung zu leisten im Stande ist.

https://www.arte.tv/de/videos/075742-000-A/der-die-zeichen-liest/

Erschreckend: Ergebnisse der Leipziger Studie

Zitiert aus: https://www.sueddeutsche.de/politik/auslaenderfeindlichkeit-muslime-studie-rechtsextremismus-1.4199261

Die Befragung in der Kategorie Ausländerfeindlichkeit zeigt, dass 24 Prozent und damit rund ein Viertel der Deutschen eine ablehnende Haltung gegenüber Ausländern haben. Insgesamt stimmen 36 Prozent der Deutschen der Aussage zu, dass Ausländer nur hierherkommen, um den Sozialstaat auszunutzen. Über ein Viertel würde Ausländer wieder in ihre Heimat zurückschicken, wenn in Deutschland die Arbeitsplätze knapp werden. Rund 36 Prozent halten die Bundesrepublik durch Ausländer in einem gefährlichen Maß für „überfremdet“. 44,1 Prozent der Befragten finden, dass Muslimen die Zuwanderung nach Deutschland untersagt werden sollte. Zustimmung zu der Aussage: Durch die vielen Muslime hier fühle ich mich manchmal wie ein Fremder im eigenen Land: 56 Prozent. Vier von fünf Befragten finden, über Asylanträge sollte nicht großzügig entschieden werden. Niedriger als die Vorbehalte gegenüber Asylsuchenden, aber deutlich höher als die gegenüber Muslimen, ist die Abwertung von Sinti und Roma. Dass diese Gruppen zu Kriminalität neigen, glauben 60,4 Prozent. Bundesweit ist fast jeder Zweite der Meinung, Sinti und Roma sollten „aus den Innenstädten verbannt werden“. Mehr als die Hälfte der Befragten finden, „manche Gruppen sollten sich nicht wundern, dass der Staat ihre Rechte einschränkt“. 70 Prozent geben an, „Leute wie ich haben sowieso keinen Einfluss darauf, was die Regierung tut“, 58 Prozent sehen keinen Sinn darin, sich politisch zu engagieren.

Dokudrama „1918 Aufstand der Matrosen“

Für mich einer der interessantesten Momente der deutschen Geschichte!

Wie die Revolution von einem Sozialdemokraten gekapert wurde. Die Folge war eine schwache Demokratie, die von den rechtskonservativen Eliten gestürzt wurde und in den Nationalsozialismus mündete.

Sehr sehenswert!

https://www.arte.tv/de/videos/060787-000-A/1918-aufstand-der-matrosen/

1918 Aufstand der Matrosen

89 Min.

Verfügbar von 30/10/2018 bis 13/12/2018

Die Geschichte des Kieler Matrosenaufstands 1918 als Dokudrama. Die revolutionäre Bewegung im November 1918 führte zum Sturz der Monarchie sowie zum Ende des Ersten Weltkriegs. Damit gehörte er zu den Schlüsselereignissen der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert und legte die Grundlage für die erste deutsche Demokratie.

Die Heizer des Kriegsschiffes „SMS König“ löschen auf hoher See das Feuer in den Kesseln. Sie retten damit ihr Leben vor einem sinnlosen Opfertod in den letzten Tagen des Ersten Weltkrieges und setzten ein anderes Feuer in Gang – das der Revolution. Im Zentrum des Doku-Dramas stehen der Matrose Karl Artelt, seine Verlobte Helene sowie deren Bruder August. Karl ist ein charismatischer, revolutionärer Geist, der sich an die Spitze der aufständischen Matrosen stellt. Helene teilt seine radikalen Ansichten aus Liebe, aber auch aus Überzeugung. Doch ihr Bruder August lehnt revolutionäre Gewalt als Mittel zur Veränderung der Gesellschaft strikt ab. Er versucht, Helene von Karls gefährlichen Ideen abzubringen. Helene ist aber emanzipiert genug und entscheidet sich dafür, an Karls Seite für die Änderung der Verhältnisse zu kämpfen. Der neue Gouverneur von Kiel, Admiral Wilhelm Souchon, ist zwar überzeugter Monarchist, lastet den verlorenen Krieg aber der Unfähigkeit Kaiser Wilhelms II. an. Der Kieler Matrosenaufstand verlangt von ihm hartes Durchgreifen. Doch Souchon entscheidet sich gegen ein Blutvergießen, er will die Krise in Verhandlungen lösen. Er holt den MSPD-Reichstagsabgeordneten Gustav Noske nach Kiel, der sich selbst an die Spitze des Aufstands setzt. Er entmachtet und isoliert Karl Artelt, setzt dann sogar Wilhelm Souchon als Gouverneur ab und beendet den Matrosenaufstand durch geschickte Intrigen in wenigen Tagen. Die aus Kiel in die Heimat abreisenden Matrosen tragen den Funken der Revolution ins ganze Reich – die Novemberrevolution beginnt.

https://www.arte.tv/de/videos/060787-000-A/1918-aufstand-der-matrosen/

facebook regiert die Welt

Überwachung und Manipulation durch facebook, seid vorsichtig!

Sehr sehenswert!

Video: Facebook außer Kontrolle?

30.10.18 | 70:34 Min. | Verfügbar bis 01.03.2019

Wenn Facebook ein Land wäre, wäre es das bevölkerungsreichste Land der Erde. Rund 2,2 Milliarden Nutzer loggen sich derzeit mindestens einmal pro Monat bei Facebook ein. Wird der US-Konzern Facebook zum Richter über Wahrheit und Unwahrheit?

https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/facebook-ausser-kontrolle-video-102.html