Was will Wagenknecht?

https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1687307/

Sahra Wagenknecht im Interview

„Parteien verändern – vor allem die SPD“

Berlin (MOZ) Kaum jemand polarisiert so wie sie. Schon früher schieden sich die Geister in der PDS und später in der Partei „Die Linke“, wenn es um sie geht. Nun hat sie eine Sammlungsbewegung ins Leben gerufen, die so umstritten ist, wie die Fraktionschefin selbst. André Bochow hat mit Sahra Wagenknecht gesprochen.

Geschenkte Lebenszeit: Zwei Dokus bringen uns auf Kurs!

Immer vernetzt

Wenn das Gehirn überfordert ist

52 Min.

Verfügbar von 06/10/2018 bis 11/12/2018

Smartphones, Computer, Tablets digitale Geräte durchdringen heute alle Lebensbereiche des modernen Menschen. Diese permanente Informationsüberflutung gilt besonders in der Arbeitswelt als ein Auslöser für mentale Erschöpfung und Stress. Basierend auf unterschiedlichen Untersuchungen beleuchtet die Dokumentation die Risiken der digitalen Vernetzung.

https://www.arte.tv/de/videos/061653-000-A/immer-vernetzt/

Zeit ist Geld

85 Min.

Verfügbar von 02/10/2018 bis 30/11/2018

Der Dokumentarfilm reist um die Welt und zeigt, wie Zeit im Zuge des Kapitalismus und der Globalisierung zu einem Marktwert wurde, wie die tickende Uhr die Macht über Berufs- und Privatleben übernommen hat und wie sich die Kontrolle über diese kostbare und begrenzte Ressource zurückgewinnen lässt.

https://www.arte.tv/de/videos/068398-000-A/zeit-ist-geld/

Die AfD heute

Rechtspopulistisch oder rechtsextrem? Die Antwort fällt nun etwas leichter.

Video: Die Story im Ersten: Am rechten Rand

15.10.18 | 44:15 Min. | Verfügbar bis 15.01.2019

Welche Gruppen und Einstellungen stehen hinter der Fassade der AfD? Nach intersiver Recherche und zahlreichen Interviews zeigt die Dokumentation die Netzwerke hinter der Partei.

https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/am-rechten-rand-video-102.html

Das perfide System Kirche – Missbrauch und Vertuschung, ein Kinderspiel!

Von innen die katholische Kirche reformieren? Es ist zum Davonlaufen!

Video: Meine Täter, die Priester

15.10.18 | 43:38 Min. | Verfügbar bis 15.10.2019

Es ist der gängige Vorwurf: Die katholische Kirche deckt sexuellen Missbrauch in den eigenen Reihen, unterstützt die Opfer nicht oder kaum. Nach dem Missbrauchsskandal 2010 versprach die Kirche Offenheit und Wiedergutmachung.

https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/meine-taeter-die-priester-video-100.html

Warum der Politik arme Wähler*innen egal sind: Doku-Tipp!

Wählen nur noch die Reichen? Wer sind Bayerns Nichtwähler?

10.10.2018 | 43 Min. | UT | Verfügbar bis 10.10.2019 | Quelle: Bayerischer Rundfunk 2018

Am Sonntag ist Landtagswahl. Auch dieses Jahr werden wieder Millionen Menschen nicht zur Wahl gehen. Dadurch entsteht eine soziale Schieflage des Wählens – und letztendlich ein Legitimationsproblem.

https://www.ardmediathek.de/tv/DokThema/W%C3%A4hlen-nur-noch-die-Reichen-Wer-sind-Ba/BR-Fernsehen/Video?bcastId=40552236&documentId=56822832

taz: Chantal Mouffe über Demokratie – „Populismus kann progressiv sein“

Zur Diskussion:

https://www.taz.de/Chantal-Mouffe-ueber-Demokratie/!5538435/

Chantal Mouffe über Demokratie

„Populismus kann progressiv sein“

Kann es einen guten linken Populismus geben? Der populären Politikwissenschaftlerin Chantal Mouffe zufolge schon. Den Konsens der Mitte lehnt sie ab.

Den Konsens kritisiert sie ebenso wie den radikalen Bruch: Chantal Mouffe und ihr verstorbener Mann Ernesto Laclau haben seit ihrem Buch „Hegemonie und radikale Demokratie“ (1985) großen Einfluss auf linke Aktivist*innen genommen. Podemos, Syriza, La France Insoumise beziehen sich auf sie, einige ihrer prominenten Mitglieder sind ihre Freunde. Dem Liberalismus wirft Mouffe vor, das zwangsläufig konflikthafte Wesen des Pluralismus zu verkennen. Politik sei der Kampf um Hegemonie. Nun wartet die Theoretikerin der radikalen Demokratie mit dem Plädoyer für einen linken Populismus auf, der sich stellenweise wie das Programm für Sahra Wagenknechts „Aufstehen“-Bewegung liest. Querfront oder Emanzipation? Wir sprachen mit Chantal Mouffe am Rande des Humanities-Festivals in Wien.

Debatte Hambacher Forst: Diktatur der Konzerne

http://taz.de/Debatte-Hambacher-Forst/!5536729/

Debatte Hambacher Forst

Diktatur der Konzerne

Wie sich die Politik von RWE am Hambacher Forst vorführen lässt, stellt die Demokratie in Frage. Eine Warnung aus ostdeutscher Perspektive.

In was für einer Demokratie leben wir eigentlich? Warum kann und darf ein Unternehmen wie RWE die Handlungsfähigkeit und das Gewaltmonopol des Staates in Frage stellen? Fragen wie diese drängen sich auf, wenn man das absurde Geschehen am Hambacher Forst beobachtet. Der Energiekonzern RWE will einen 12.000 Jahre alten Wald abholzen, um Braunkohle abzubauen – also vollendete Tatsachen schaffen, obwohl eine von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission gerade über den baldigen, strukturierten Kohleausstieg berät. Viele Bürger – besonders Ostdeutsche – erkennen darin die offene Kriegserklärung eines Konzerns an das Regierungshandeln, und dieser Angriff kommt einem Paradigmenwechsel in unserer Demokratie gleich. Die Große Koalition scheint so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie nicht mehr willens oder in der Lage ist, selbst bei Interessen, die die Gesamtbevölkerung heute und in Zukunft betreffen, einzugreifen – zum Beispiel ein Moratorium gegen die Abholzung zu verhängen, damit RWE zumindest die Entscheidung der Kohlekommission abwarten muss. Dass Polizei und Feuerwehr missbraucht werden, um auf Veranlassung der Bauministerin der Landesregierung Nordrhein-Westfalens, trotz anhängiger Gerichtsverfahren gerade jetzt die Naturschützer aus dem Forst zu zerren und ihre Baumhäuser zu zerstören, ist ungeheuerlich. Die nordrhein-westfälischen Politiker, von Ministerpräsident Laschet bis zu Innenminister Reul, wirken wie traurige Marionetten von RWE. Denn jahrelang waren die Baumhäuser geduldet. Und acht Wochen lang herrschten im Sommer Temperaturen über 30 Grad, trotzdem durften die Baumhäuser stehen bleiben. Jetzt, im Herbst, wurden von einem auf den anderen Tag über 3.000 Polizisten in den Wald geschickt, um die 60 Baumhäuser „aus Brandschutzgründen“ zu entfernen. Dieses Handeln erinnert an eine überwunden geglaubte Diktatur. Für wie dumm hält man die Bevölkerung eigentlich? Es ist verlogen zu behaupten, die Räumung der Baumhäuser hätte nichts mit der geplanten Abholzung durch RWE zu tun, sie diene dem Schutz der Baumhausbewohner. Auch, dass die Baumhäuser mal eben zu Wohnanlagen uminterpretiert wurden, ist absolut willkürlich. Und wie kann es sein, dass die Polizei, die eigentlich die Verfassung und den Staat schützen soll, von einzelnen Mitgliedern der NRW-Landesregierung zu einer Hilfstruppe für RWE gemacht wird? Das erinnert viele – gerade im Osten – massiv an das Vorgehen der Polizei gegen die Bürgerrechtler zum Ende der DDR. Nach einer Umfrage von Zeit online vom 19. September lehnen 75 Prozent der Deutschen die Rodung des Hambacher Forstes ab. Das sind immerhin rund 60 Millionen Bürger. Welche Partei, welche Politik vertritt eigentlich deren Interessen in dieser demokratischen Republik? Am 19. September starb dann der Journalist und Blogger Steffen Meyn mit 27 Jahren im Hambacher Forst. Ein tragisches Unglück. Aber werden solche Unglücke durch RWE nicht geradezu billigend in Kauf genommen? Für einige Tage schien es ein Innehalten, ein Nachdenken zu geben, die Räumungen wurden ausgesetzt. Arbeitsbühnenverleiher zogen aus Protest ihre Geräte ab, obwohl sie mit massiven Regressforderungen rechnen müssen. Genau da wäre noch mal ein Moratorium ohne Gesichtsverlust für alle Seiten möglich gewesen. So wie das Lausitzer Energieunternehmen LEAG dort keine Umsiedlungen mehr macht, sondern das Ergebnis der Kohlekommission abwartet. Doch im Hambacher Forst geht der Affront gegen die Arbeit der Kohlekommission und die sinnlose Gewalt gegen Natur und Umwelt einfach weiter. Auch wenn sich eine gewaltfreie Bürgerrechtsbewegung formiert, auch wenn mittlerweile mehr als 750.000 eine Onlinepetition gegen die Rodung unterschrieben haben – Landes-und Bundesregierung ignorieren diesen Unmut einfach. Das ist ein Skandal – und Wasser auf die Mühlen der AfD, besonders in Ostdeutschland. Denn im Osten werden ohnehin seit Jahren schmerzlich die Diskrepanzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit der Demokratie wahrgenommen. Gerade weil viele ostdeutsch sozialisierte Bürger nach persönlichen Diktaturerfahrungen und nach der friedlichen Revolution gehofft hatten, dass ihre Interessen in einer Demokratie besser vertreten werden, registrieren sie sehr genau, ob da, wo Demokratie drauf steht, auch wirklich Demokratie drin ist. Sie reagieren daher besonders sensibel auf die Einflussnahmen von Konzernen auf die Politik. Und diese Einflussnahme wird schon lange als allgegenwärtig wahrgenommen: Konzerne beeinflussen Parteien mit Hilfe von Lobbyisten, machen sie durch Parteienfinanzierung abhängig, belohnen Politiker später mit lukrativen Posten für ihre Einflussnahme. Das alles wird im Osten nicht nur als unschöne Nebenerscheinung der Demokratie wahrgenommen, sondern als undemokratisch, bisweilen sogar diktatorisch. Als eine Diktatur der Konzerne. Das Gebaren von RWE wird diese Demokratieverdrossenheit oder sogar die Demokratiefeindlichkeit weiter befeuern. Wenn man den Einfluss der AfD in Ostdeutschland eindämmen möchte, reicht es eben nicht aus, das Gewaltmonopol des Staates gegen rechtsextreme Auswüchse einzusetzen und die AfD zu bekämpfen. Der Zustand der Demokratie selbst muss endlich zu einem öffentlichen Thema werden. Der über die Jahrzehnte schleichend gewachsene Einfluss der Konzerne auf die Politik muss effektiv zurückgedrängt werden, die Arbeit von Lobbyisten eingeschränkt werden. Die Demokratie muss ihre Wehrhaftigkeit gegenüber den Einmischungen der Konzerne beweisen und wirklich demokratische Konsenslösungen herbeiführen. Das würde der AfD als einer diffusen Protestpartei längerfristig die Grundlagen entziehen. Noch ist es dafür nicht zu spät.